Ricarda Freundt

„Therapie bedeutet nicht, Menschen zu verändern, sondern sie einzuladen, mehr sie selbst zu sein.“ Carl Whitaker 

Ricarda Freundt
Ricarda Freundt

Über mich:

Ich lebe mit meiner Familie in Berlin und bin Mutter von zwei Kindern. Mein Alltag ist geprägt von Nähe, Verantwortung und vielen gleichzeitigen Anforderungen. Verbundenheit und Rückzug sowie Selbstpositionierung und Aushandlung entstehen dabei selten von selbst. Sie brauchen Aufmerksamkeit und bewusste Gestaltung. Diese Erfahrungen prägen meine Haltung in der Arbeit.

 

Ich kenne diese Spannung gut, aus eigener Erfahrung und aus vielen Prozessen, die ich begleite. Die Spannung zwischen Nähe, Unsicherheit und dem Wunsch, bei sich zu bleiben. Sich ehrlich zu zeigen, Klarheit zu entwickeln und gleichzeitig in Kontakt zu bleiben, gehört für mich zu den zentralen Entwicklungsbewegungen im Leben. Ebenso arbeite ich mit existenziellen Themen wie Krankheit, Verlust und Tod. Diese Erfahrungen bringen oft Ohnmacht, Angst oder Orientierungslosigkeit mit sich und entziehen sich schnellen Lösungen. Sie verlangen Präsenz, Demut und die Fähigkeit, auch das auszuhalten, was sich nicht sofort klären lässt. Nicht alles lässt sich auflösen. Aber vieles lässt sich besser verstehen und anders tragen. Ich habe gelernt, mich in diesen Räumen sicher zu bewegen und sie gemeinsam mit meinen Klient*innen zu würdigen und zu sortieren.

 

Als systemische Therapeutin, Supervisorin und Coach begleite ich Menschen, Teams und Fachkräfte dabei, ihre eigenen Muster, Beziehungen und beruflichen Situationen besser zu verstehen und weiterzuentwickeln.

 

In der therapeutischen Arbeit steht das persönliche Erleben im Vordergrund. Ich arbeite mit Menschen, die sich selbst und ihre Beziehungen besser verstehen und verändern möchten. Dabei geht es mir darum, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Räume zu öffnen, in denen neue Erfahrungen möglich werden. Ich erlebe dabei immer wieder, wie viel in Menschen steckt, wenn sie einen Raum haben, in dem sie sich zeigen können, ohne bewertet zu werden. Gefühle werden nicht kleiner, indem man sie vermeidet. Oft werden sie leichter, wenn sie Raum bekommen. Ich arbeite zugewandt und klar und spreche auch Dinge an, die nicht immer angenehm sind, wenn sie für den Prozess wichtig sind.

 

In der Supervision begleite ich Fachkräfte, Teams und Leitungspersonen dabei, ihre beruflichen Rollen, Dynamiken und Entscheidungsprozesse zu reflektieren. Mich interessiert besonders, wie Zusammenarbeit tatsächlich gelebt wird, wo Verantwortung klar oder unklar ist und wie sich organisationale Muster auf das individuelle Handeln auswirken.

 

Im Coaching unterstütze ich Menschen dabei, berufliche oder persönliche Fragestellungen zu sortieren, Entscheidungen zu klären und eigene Handlungsspielräume bewusster zu gestalten. Dabei geht es mir um Orientierung und tragfähige nächste Schritte.

 

Ich halte Ambivalenzen gut aus und arbeite gern mit ihnen. Gerade dort, wo Gegensätze sichtbar werden, entsteht oft Bewegung. Auch dann, wenn es zunächst festgefahren wirkt. Ich glaube nicht an schnelle Antworten auf komplexe innere Prozesse. Und ehrlich gesagt: Die wirklich wichtigen Fragen haben selten einfache Antworten. Was ich anbiete, ist ein gemeinsamer Prozess des Hinschauens, Verstehens und Ausprobierens. Kein Prozess gleicht dem anderen. Und jeder ist es wert, gesehen und gewürdigt zu werden. Ich bleibe an Ihrer Seite, auch dann, wenn es unklar oder herausfordernd wird oder wir nicht sofort weiterwissen. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie es richtig geht, aber ich unterstütze Sie dabei, es für sich selbst herauszufinden. 

 

Meine Qualifikationen sind:

  • Studium der Sozialen Arbeit
  • staatlich anerkannte Erzieherin
  • Systemische Einzel-,Paar- und Familientherapeutin (SG)
  • Systemische Supervisorin und Coach
  • Yogalehrerin